19.01.2006
Sport überwindet Behinderungen und Barrieren
Team Visa Athlet Andreas Kapfinger zu Gast im Reha-Zentrum „Weißer Hof“Mono-Skifahrer und Team Visa Athlet Andreas Kapfinger beweist eindrucksvoll, dass Menschen mit Behinderung genau wie ihre Kollegen ohne Behinderung zu sportlichen Spitzenleistungen fähig sind. Als erster der Team Visa Athleten hat er sich bereits für Turin 2006 qualifiziert. Über seinen Weg zu den Paralympischen Spielen berichtete er kürzlich vor zahlreichen interessierten Patienten des Rehabilitationszentrums „Weißer Hof“ in Klosterneuburg. Sein Werdegang und sein Erfolg als Spitzensportler mit körperlicher Behinderung, sein Alltag, sein Training sowie die Hindernisse, die er überwinden musste, standen im Mittelpunkt der Diskussion.
Die Patienten im „Weißen Hof“ arbeiten nicht nur daran, die physischen Folgen von Unfällen zu überwinden bzw. mit ihrer neuen Lebenssituation im Rollstuhl oder mit Prothese umgehen zu können. Auch die psychischen Folgen machen zu schaffen. Davon weiß auch Andreas Kapfinger zu berichten: Nach seinem schweren Snowboard-Unfall und der Diagnose Querschnittslähmung vor neuen Jahren folgte eine lange Zeit der Verzweiflung und Resignation. Doch mit viel Mut, Willen und Ausdauer schaffte er den Weg zurück in ein neues Leben und auf die Piste: Bereits rund ein Jahr nach seinem Unfall versuchte er sich im Monoskifahren. Was als Rehabilitationsmaßnahme begann, wurde dann zum professionellen Training und schließlich auch Beruf. Seitdem ist er nicht mehr aufzuhalten und erzielt bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben Top-Platzierungen. Sein Ziel ist es, bei den Paralympischen Spielen Turin 2006 eine Goldmedaille zu gewinnen – „ Vor allem um dem Behindertensport in Österreich den Stellenwert zu geben, den er verdient“, wie Andreas Kapfinger meint.
Sowohl bei der Rehabilitation wie auch beim Sport geht nichts über erfolgreiche Teamarbeit: Seien es Ärzte, Therapeuten, Psychologen oder Kollegen – Unterstützung von möglichst vielen Seiten ist von großer Bedeutung. Wie auch von Sponsoren und dem Sport-Sponsoringprogramm Team Visa von Visa Europe.
Frau Bärbel Stanek, Sozialberaterin im Reha-Zentrum „Weißer Hof“, freute sich über den hochkarätigen Gast: „Es ist ganz großartig und interessant zu sehen, wie Menschen mit Rückschlägen umgehen und sich dann neu orientieren. Herr Kapfinger hat da mit Sicherheit eine gewisse Vorbildfunktion für unsere Patienten. Er ist so voller Lebensfreude und Energie. Das steckt an!“
„Als weltweiter Partner der Olympischen Spiele unterstützt Visa seit über 20 Jahren Sportler auf dem Weg zum Erfolg. Bis dato ist Visa außerdem der einzige Top-Sponsor der Olympischen und Paralympischen Spiele, der behinderte und nicht behinderte Athleten gleich behandelt und fördert“, erklärt Jutta Müller-Liefeld, Country Manager Österreich, Visa Europe.
Visa Europe fördert im Rahmen des Programms Team Visa gemeinsam mit seinen Mitgliedsbanken europaweit eine Vielzahl von olympischen und paralympischen Hoffnungsträgern, die das Potenzial besitzen, für ihr Land an den Olympischen oder den Paralympischen Winterspielen Turin 2006 teilzunehmen. Die Sportler erhalten finanzielle Unterstützung zur Deckung ihrer Trainings- und Reisekosten. Darüber hinaus stehen die Mentoren den Hoffnungsträgern mit ihrer Lebenserfahrung und dem Erfahrungsschatz einer langen, erfolgreichen Karriere als Ansprechpartner in allen Lebenslagen zur Verfügung.
Der Mentor des Team Visa in Österreich ist die Alpinski-Legende Franz Klammer. Neben Andreas Kapfinger unterstützt er die Team Visa Athleten Veronika Windisch (Short Track) und die Brüder Andreas und Wolfgang Linger (Rodel Doppelsitzer) auf ihrem Weg zu den Paralympischen bzw. Olympischen Winterspielen Torino 2006.
Andreas war ein Extrem-Snowboarder auf sehr hohem Niveau, ehe er sich bei einem Sturz während eines Snowboard-Bewerbes so schwer verletzte, dass er seither von der Brust abwärts gelähmt ist. Schon innerhalb eines Jahres nach seinem Unfall fuhr er zum ersten Mal Monoski. Und bald zeigte sich, dass seine Zukunft nach wie vor im Leistungssport liegt. Der Mono-Skifahrer war bereits bei den Paralympischen Spielen Salt Lake City 2002 dabei und erzielte drei Platzierungen unter den Top 5. Klar, dass er jetzt umso ehrgeiziger sein Ziel verfolgt, mindestens eine Goldmedaille sowie den Weltcupgesamtsieg mit nach Hause zu nehmen.
